Bezirksgericht Meilen
district court in Meilen

2015
Meilen, CH
Der suburbane, von Wohnhäusern geprägte Kontext, die Assoziation des Gebäudes mit staatlicher Macht sowie die Zugehörigkeit zu einem über die Zeit gewachsenen und womöglich weiter wachsenden Ensemble begründen eine Suche nach einfachen und direkten Lösungen. Dies spricht für eine Architektur, die sich dem Alltag annimmt und diesen aufzuwerten versucht, ohne aufdringlich in Erscheinung zu treten – eine Art écriture blanche, wie es Jean-Paul Sartre ausdrückt.

Die erste entwerferische Massnahme besteht darin, das Gebäude in seiner Höhe möglichst tief zu halten, tiefer als die Traufe des bestehenden Bezirksgerichts auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Die Gerichtssäle im oberen Geschoss, welche hohe Räume erfordern, werden mit einer Laterne belichtet, die nur von weitem zu sehen ist.
Mit der zweiten entwerferischen Massnahme wird versucht, einen angemessenen Grad an erlebbarer ‚Durchsichtigkeit’ – eine Art räumliche Tiefenwirkung – zu erzielen, ohne jedoch direkte Einblicke in das innere Geschehen zu ermöglichen.
Hochbauamt Kanton Zürich
agps architecture ltd. / Marc Angélil (PV), Pascal Hendrickx, Arnaud Bostelmann
Ernst Basler + Partner

Start : 2015 End : 2015 Class : Architecture Class : Public Priority : 02