Haus der Statistik Berlin
Haus der Statistik Berlin, Wettbewerb 1. Stufe
Looking Up, Looking Down

Der von Alison und Peter Smithson geprägte Ausdruck „Looking Up, Looking Down“, den sie als Titel ihres Projekts für den Wettbewerb „Hauptstadt Berlin“ (1960) verwendeten, bildet den Ausgangspunkt der Arbeit. Zwei Sichtweisen stehen im Vordergrund, zum einen der Blick vom öffentlichen Raum auf die neue Fassade und zum anderen der Blick vom Haus auf die Stadt. Diese zwei Sichtweisen finden ihre architektonische Entsprechung in einer raumhaltigen Fassade, die aus „Decks“ oder „Streets-in-the-air“ besteht. Diese tragen dazu bei, sowohl die Fassade mit Menschen und Aktivitäten zu beleben als auch eine bessere innere Erschliessung des Gebäudes zu ermöglichen.

Die Erschliessungsflächen – teils Laubengang, teils Terrasse – führen zu einer Transformation des Bestands, von einer monotonen zu einer ‚lebendigen’ Fassade. Folglich kann der ursprünglich auf reine Büronutzung ausgerichtete Gebäudetypus zeitgemässe und kleinteiligere Nutzungen aufnehmen: Wohnateliers, Werkstätten, Büros für klein und mittlere Unternehmen und Gemeinschaftsräume.
Dennoch wird der Geschichte des Hauses Rechnung getragen, insofern die bestehende Fassade – mit ihren Brüstungen und Fensterbändern – durch einen neuen Filter zu erkennen ist. Um jedoch den Massstab des Gebäudes zu relativieren, sind die ‚Decks’ auf jedem zweiten Geschoss angeordnet. Das Haus der Statistik erscheint kleiner als es effektiv ist. Oben durch die Fassade ist der Himmel über Berlin zu erblicken, unten das rege Treiben auf den Strassen von Berlin … looking up, looking down.
client
Berliner Immobilien Management GmbH
team competition
Marc Angélil, Fred Kim, Julian Meier
Start : 2018 End : 2018 Class : Project Class : Architecture Priority : 02